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Vorkehrungen zum Schutz der Tiere getroffen

Zoos haben hohe Hygienestandards

Berlin, 9. April 2020. Die modernen zoologischen Gärten haben von jeher höchste Hygienestandards für den Umgang mit ihren Tieren. "Das galt bereits vor dem Auftreten des neuartigen Corona-Virus und jetzt natürlich weiterhin", sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten, Volker Homes. "Schutzmasken und gründlichste Desinfektionsmaßnahmen kommen selbstverständlich zum Einsatz. Im Sinne der Verantwortung für unsere Tiere kämpfen wir immer darum, Infektionen zu verhindern."

 

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass sich ein Tigerweibchen im Bronx Zoo in New York anscheinend mit Covid 19 angesteckt hat. "Es ist das weltweit bisher einzige Zootier, bei dem eine Ansteckung bekannt ist", sagt Volker Homes. "Vor diesem Hintergrund sehe ich keinen Grund für eine Panik. Bisher liegen keine fundierten wissenschaftlichen Analysen zu einer erhöhten tierischen Ansteckungsgefahr vor – egal, ob es sich um Menschenaffen oder andere Arten handelt." Aktuell gehen die Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation WHO davon aus, dass zwar vereinzelt Haustiere Träger der Erkrankung sein können, aber das Virus dann nicht auf den Menschen übertragen können.

 

"Deswegen halte ich es für mehr als unverantwortlich und verwerflich, wenn jetzt vereinzelt die ohnehin schon ängstigende Corona-Thematik genutzt werden soll, um unsere wissenschaftlich geführten Zoos zu diskreditieren", sagt VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. "Für eine besondere Expertise in puncto Zootierhaltung sprechen diese Anwürfe jedenfalls nicht."

 

 

 

Kontakt

Sebastian Scholze, Leiter Kommunikation (sebastian.scholze@spam.vdz-zoos.org; 0175-2731955)

 

Über den VdZ

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien. Zu den Schwerpunkten des VdZ gehören die Vertretung der Mitgliederinteressen, die Kommunikation und Kooperation mit Behörden, Politikern, Wissenschaftlern, Verbänden und den Medien. Weiterhin unterstützt der Verband Natur- und Artenschutzprojekte, sowie Bildung und Forschung in Zoos.


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