Unsere Schwergewichte

Bei den insgesamt 183.000 Wirbeltieren, die in unseren Tiergärten und Zoos leben, gibt es ganz besondere Exemplare. Wir haben uns mal angeschaut, welche die schwersten sind. Aber: Hätten wir einfach nur nach dem Gewicht geforscht, wäre eine TopTen-Liste mit zehn Elefanten entstanden. Deshalb haben wir die Tiere lieber kategorisiert - klicken Sie sich gerne durch...

Afrikanische Savannen-Elefanten (Loxodonta africana) wiegen bis zu 7 Tonnen und sind damit die schwersten Landwirbeltiere der Erde und die schwersten Tiere unserer Zoos. Sie leben in den Savannen Afrikas und ernähren sich vorwiegend von Blättern, Ästen und Gräsern. Die Bestände der Afrikanischen Elefanten gehen derzeit in vielen Regionen aufgrund von Wilderei dramatisch zurück. Dabei geht es den Wilderern um das Elfenbein der Tiere. Elefanten sind in vielen VdZ-Zoos „der Hingucker“ und eine der Flaggschiffarten, anhand derer Kinder mehr über die Zusammenhänge in afrikanischen Savannen-Lebensräumen lernen können.

Flusspferde (Hippopotamus amphibius) wiegen bis zu 4,5 Tonnen und sind somit die schwersten Paarhufer in unseren Zoos. Heute lebt die bedrohte Art noch vorwiegend im südlichen Afrika und fühlt sich dort in Graslandschaften mit Wassernähe am wohlsten. Als nachtaktive Tiere verlassen die Flusspferde am späten Nachmittag die Flüsse und Seen, um an Land zu weiden. Weil die Bestände weiterhin abnehmen, stehen beide Gattungen  – die Zwergflusspferde werden ihres Namens entsprechend deutlich kleiner und leichter – auf der Roten Liste der IUCN. In den Zoos gehören die Flusspferde zu den beliebtesten Tieren. Legendär war unter anderem Knautschke, ein Bulle aus dem Zoo Berlin, der als eines der wenigen Tiere den Zweiten Weltkrieg überlebt hatte.

Breitmaulnashörner (Ceratotherium simum) können als schwerste Vertreter ihrer Gattung bis zu 4,5 Tonnen wiegen und sind somit die schwersten Unpaarhufer unserer Mitglieder. Dabei ernähren sich die Tiere, die unter anderem in Südafrika, Mosambik, Kenia und Uganda anzutreffen sind, ausschließlich von Gräsern. Während die Bulle typischerweise Einzelgänger sind, leben die Kühe und Jungtiere meist in festen Gruppen von bis zu sechs Tieren. Trotz ihrer massigen Gestalt können es die Tiere mit vielen schnellen Läufern aufnehmen: Sie können bis zu 40 Stundenkilometer schnell werden. Wegen ihres Horns werden die Tiere illegal gejagt. Der letzte lebende Bulle der Unterart Nördliches Breitmaulnashorn starb im Frühling 2018. Von den Südlichen Breitmaulnashörnern gibt es etwa noch 20.000 Exemplare.


Die schwersten Walrosse (Odobenus rosmarus)  können bis zu 1,5 Tonnen wiegen. Deswegen sind sie die schwersten Robben in den VdZ-Zoos. Hauptsächlich trifft man die imposanten Tiere, bei denen die Bullen imposante Stoßzähne tragen, während sich die Weibchen mit kleiner herausgebildeten begnügen müssen, in der Arktis und Subarktis: Grönland, Kanada, Russland, Norwegen. Auch durch den Klimawandel bedingt wird die Art insgesamt als gefährdet betrachtet. Vorrangig ernähren sich die Tiere, die in großen Kolonien leben, von Krabben, Muscheln und Schnecken.von ihnen können bis zu 1,5 Tonnen wiegen. Hauptsächlich trifft man die imposanten Tiere, bei denen die Bullen imposante Stoßzähne tragen, während sich die Weibchen mit kleiner herausgebildeten begnügen müssen, in der Arktis und Subarktis: Grönland, Kanada, Russland, Norwegen. Auch durch den Klimawandel bedingt wird die Art insgesamt als gefährdet betrachtet. Vorrangig ernähren sich die Tiere, die in großen Kolonien leben, von Krabben, Muscheln und Schnecken.

Die männlichen Leistenkrokodile (Crocodylus porosus) können bis zu sechs Meter lang werden und dabei 1200 Kilogramm auf die Waage bringen. Somit sind sie natürlich auch die schwersten Reptilien in unseren Zoos. Seit 1996 gilt die Art wegen ihrer recht großen Verbreitung nicht mehr als gefährdet: Von Australien bis nach Indien reicht dabei das Hauptgebiet. Leistenkrokodile jagen selbst massige Tiere wie Büffel. Als Verwandte der Dinosaurier sind Leistenkrokodile wie die anderen Arten lebendige Fossilien und gehören zu den ältesten und besten Jägern der Welt.

Die größten Exemplare der auf dem Packeis der Arktis beheimateten Eisbären (Ursus maritimus) können bis zu 800 Kilogramm wiegen. Das macht sie zu den schwersten Bären bei uns. Gegen die Kälte sind sie mit einem interessanten Fellaufbau gewappnet: Die durchsichtigen Haare sind hohl. Auf diese Weise leiten sie die Wärme direkt weiter auf die schwarze Haut. Nur durch die Reflexion des Lichtes erscheint der Eisbär weiß zu sein. Als Fleischfresser haben sie es in erster Linie auf Robben abgesehen, versuchen sich aber auch an Walrössern und kleineren Walen. Eisbären sind ein Symbol für den Klimawandel: Durch das Schmelzen der Pole nimmt ihr Lebensraum immer weiter ab und die Art ist gefährdet.


Strauße (Struthio camelus) sind Laufvögel und in weiten Teilen Afrikas zu Hause. Sie gelten nicht als gefährdet. Bis zu 156 Kilogramm wiegen die schwersten von ihnen - die schwersten Vögel im VdZ-Bereich. Hauptsächlich ernähren sich die Laufvögel von Pflanzen, verschmähen aber auch Insekten und Kleintiere nicht. Ihre größten Feinde sind Löwen und Leoparden. Durch das Zusammenleben in Gruppen – oft auch mit Herden von Zebras und Gazellen zusammen – verringert sich für die Tiere das Risiko gefressen zu werden. Wenn es notwendig ist, können die Tiere beim Rennen bis zu 70 Stundenkilometer erreichen.

Die in Südamerika beheimateten Großen Anakondas (Eunectes murinus) bringen es auf rund 200 Kilogramm Gewicht. Dabei erreichen die größten von ihnen eine Länge von sechs Metern. Somit sind sie unsere schwersten Schlangen. Zur Nahrung der Tiere, die gern in der Nähe des Wassers unterwegs sind und ausgezeichnete Schwimmer sind, gehört so ziemlich alles: Fische, kleine Kaimane und Hirsche und sogar halbwüchsige Tapire. Die Schlangenart gilt als nicht gefährdet.

Die Roten Riesenkängurus (Osphranter rufus), die bis zu 13 Meter weit hüpfen können, werden bis zu 90 Kilogramm schwer. Das macht sie zu den schwersten Beuteltieren. Die Roten Riesenkängurus sind wie alle Beuteltiere nur in Australien zu Hause und gelten wegen ihrer häufigen Verbreitung als nicht gefährdet. Interessanterweise sind die Weibchen der Art – anders als die Männchen – eher blaugrau gefärbt als im namensgebenden Rot. Hauptsächlich nehmen die Tiere Gras, aber auch Baumrinde und Blätter zu sich. Generell benötigen sie sehr wenig Wasser und können deswegen auch längere Zeit überleben, ohne zu trinken.


Wasserschwein (Hydrochoerus hydrochaeris) sind praktisch in ganz Südamerika verbreitet und werden auch Capybaras genannt. Sie können bis zu 65 Kilogramm wiegen - die schwersten Nager in unseren Tiergärten. Die Capybaras („Herr des Grases“) leben teilweise im Wasser und sind durch kurze Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen an diese Lebensweise angepasst. Hauptsächlich ernähren sich die Verwandten der Meerschweinchen von Gräsern.



Fotos auf dieser Seite in der Reihenfolge der Platzierung: Zoo Halle, Kölner Zoo, Zoo Augsburg, iStock/jtstewartphoto, Tierpark Hagenbeck/Toni Gunner, Zoo am Meer/Terje Rakke, iStock/sasapanchenko, Tierpark Hellabrunn/Schaefer-Loebl, iStock/ozflash, iStock/mxwb Photography